Im Sommer 2025 geöffnet: Donnerstag - Sonntag: 12:00 - 18:00
Die Galerie wird in der Zeit vom 26.06. bis 11.08.25 von Museum Nord betrieben.
Die Galerie zeigt eine beeindruckende Sammlung von Gunnar Bergs Werken. In der Galerie befinden sich fast 70 Ölgemälde und mehrere Bleistiftskizzen. Außerdem ist hier sein bekanntestes Gemälde, Die Schlacht im Trollfjord, zu sehen, das die Schlacht von Trollfjord aus dem Jahr 1890 darstellt.

Gunnar Berg wurde am 21. Mai 1863 als Ältester von zwölf Kindern in Svolvær geboren. Sein Vater war der Kaufmann Lars Thodal Walnum Berg, der die Hälfte von Svolvær besaß und seinen Wohnsitz auf Svinøya hatte. Gunnar zeigte früh gute zeichnerische Fähigkeiten, doch als ältester Sohn war es naheliegend, dass er das Geschäft seines Vaters übernehmen sollte. Mit 12 Jahren begann Gunnar die Kathedralschule in Trondheim, während er gleichzeitig Zeichen- und Malunterricht nahm. Im Herbst 1882 begann er eine Handelsschule in Bergen.

Der Maler Adelsteen Normann, ein guter Freund von L.T.W. Berg, hatte jedoch die großen Fähigkeiten des jungen Gunnar erkannt. Er riet dem Vater, Gunnar ein Kunststudium in Deutschland zu ermöglichen.
L.T.W. Berg, selbst geübter Zeichner und Maler, erkannte, dass ein Widerstand zwecklos war. Mit dem Segen seines Vaters verließ Gunnar die Handelsschule in Bergen und reiste im Februar 1883 nach Düsseldorf. Gunnar Berg hatte eine Entscheidung getroffen: Er wollte der Maler von Lofoten werden, und 1887 errichtete er mit Hilfe seiner Eltern ein Atelier zu Hause auf Svinøya.

In den folgenden Jahren reiste Gunnar viel und studierte unter anderem in Berlin und Paris. In der Fang- und Sommerzeit war er jedoch meist zu Hause in Svolvær, wo er eifrig Skizzenbücher und die Kamera nutzte.
Gunnar Berg nahm 1887 an seiner ersten Ausstellung in Düsseldorf teil und erhielt hervorragende Kritiken. In den Folgejahren war er mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Seine erste Einzelausstellung in Kristiania (Oslo) hatte er 1889, wo seine 146 ausgestellten Gemälde und Zeichnungen großen Anklang fanden.
Gunnars früheste Werke sind von seinem Aufenthalt in Düsseldorf geprägt. Typisch für diese Schule waren dunkle, bräunliche Untertöne. Durch seine Reisen, besonders in Deutschland und Paris, beeinflusst, entwickelte seine Freilichtmalerei jedoch hellere Tönungen und mehr Frische.

Schon in jungen Jahren litt Gunnar Berg unter Schmerzen im rechten Bein. 1887 wurde das Bein erstmals operiert; nach mehreren weiteren Eingriffen wurde schließlich Knochenkrebs diagnostiziert. Im Herbst 1893 musste das Bein amputiert werden, und später im Winter, während eines Aufenthalts in Berlin, erkrankte Gunnar an einer schweren Grippe mit Lungenentzündung. Sein Vater und sein Bruder Einar wurden von Adelsteen Normann nach Berlin geholt und trafen am Abend vor Heiligabend ein.
Gunnar verstarb dann am Morgen desselben Tages. Sein Sarg wurde aus Berlin heimgebracht und er wurde auf dem Familiengrundstück Gunnarsholmen neben seinem Elternhaus auf Svinøya beigesetzt. Obwohl Gunnar Berg nur 30 Jahre alt wurde, hinterließ er eine große Zahl von Gemälden, Zeichnungen und Skizzen, überwiegend mit Motiven aus Lofoten.
Gunnar Berg war auch ein versierter Fotograf und fertigte Hunderte von Fotos an, von denen ein Teil erhalten geblieben ist.
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